Freitag, Februar 18, 2005

Neue Informationen im holländischen PC Gameplay Magazin

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Sioux, Comanche, Cherokee und die Irokesen werden gemäss dem holländischem PC Gameplay Magazin die Einheimischen in AoE3 sein. Hier sind die Informationen zu den verschiedenen Indianerstämmen (Alle neuen Informationen vom PC Gameplay Magazin gepostet auf der Frontseite von AoE3 Heaven (Eng): Klick hier (Eng)):

Sioux, mächtige Konföderation nordamerikanischer Indianer der Sioux-Sprachfamilie im Kulturareal der Plains zwischen Mississippi/Missouri und den Rocky Mountains. Die Gruppenbezeichnung geht auf ein Wort aus der Sprache der Ojibwa zurück, das von den frühen französischen Entdeckern und Händlern zu Nadouessioux verballhornt und schließlich zu Sioux verkürzt wurde. Die Sioux bezeichnen sich selbst als Lakota oder Dakota, was so viel wie „Verbündete” bedeutet. Die sieben „Nationen” gliedern sich in drei Hauptgruppen: die sesshaften Santee, die auch Landwirtschaft betrieben; die Nakota sowie die Büffel jagenden Teton.
Im 17. Jahrhundert setzten sich die Sioux aus kleineren Lokalgruppen von Waldlandindianern im Gebiet des heutigen Minnesota zusammen. Sie ernährten sich von Klein- und Großwild sowie wildem Reis. Konflikte mit den Ojibwa zwangen die Sioux schließlich, in die Great Plains auszuwandern und sich auf die Büffeljagd zu spezialisieren. Sie passten sich rasch an ihre neue Umwelt an, und es kam zu einem gewaltigen Bevölkerungswachstum. Um 1750 gab es 30 000 Sioux, die sich fest im Gebiet der nördlichen Plains etabliert hatten. Sie wurden für das nächste Jahrhundert die beherrschende Macht der Region.


Comanchen, auch Komantschen, Indianer der utoaztekischen Sprachfamilie aus dem Kulturareal der Plains. Die Comanchen bilden einen südlichen Zweig der Schoschonen. Im 15. Jahrhundert verließen sie ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet westlich der Rocky Mountains und zogen in die südlichen Great Plains. Dort vertrieben sie die Apachen und beherrschten Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein weiträumiges Areal. Die Comanchen galten als geschickte Reiter: Dabei benutzten sie eine von den Spaniern erbeutete Pferderasse, die sie später selbst züchteten. Aufgrund der häufigen Überfälle der Comanchen, die dafür bis ins südliche Mexiko vordrangen, gründeten weiße Siedler die Schutztruppe Texas Rangers. 1875 wurden die Comanchen nach langen Kämpfen endgültig besiegt und in den Südwesten Oklahomas umgesiedelt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebten etwa 30 000 Comanchen: Kurz darauf ging ihre Zahl durch eine Epidemie auf weniger als 10 000 zurück.
Lebensgrundlage der nomadisierenden Comanchen bildete die Büffeljagd, die Familien lebten in Tipis, die Kleidung war aus Hirschleder gefertigt, im Winter trugen sie Pelzmützen. Im Krieg dienten Büffelschädel (einschließlich der Hörner) als Kopfbedeckung. Sowohl Männer als auch Frauen der Comanchen waren tätowiert.
Die Gesellschaft der Comanchen war patrilinear organisiert. In der religiösen Vorstellungswelt der Comanchen waren Visionen, die durch Askese hervorgerufen wurden, von besonderer Bedeutung. Tierische Schutzgeister sollten den Menschen helfen und sie vor Übel bewahren. Andere Schutzgeister vermuteten die Comanchen in Felsen und im Donner.
Heute leben noch etwa 3 600 Comanchen auf privatem Land in Oklahoma.


Cherokee, nordamerikanische Indianergruppe, deren Sprache (das Cherokee) zur Sprachfamilie des Irokesischen gehört. Die Cherokee leben heute vor allem im US-Bundesstaat Oklahoma und in der Cherokee Indian Reservation in North Carolina. Mit etwa 50 000 Angehörigen sind sie eine der größten Indianergruppen der USA.
Archäologische Funde und bestimmte Sprachmerkmale der Cherokee deuten darauf hin, dass diese aus Texas oder Nordmexiko in die Gegend der Großen Seen kamen. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit den im Gebiet des heutigen US-Bundesstaates New York ansäßigen Irokesen und Delaware wurden sie in die südlichen Appalachen vertrieben. Dort stieß der spanische Entdecker Hernando De Soto 1540 erstmals auf die Cherokee. 1715 ging ihre Zahl aufgrund einer Pockenepidemie auf etwa 11 000 zurück.


Irokesen, Indianer des östlichen Waldlandes in Nordamerika, hauptsächlich am Erie- und Ontariosee. Sie selbst nennen sich Ho-de-no-sau-nee (Langhausleute).
Als Irokesen werden die Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga, Seneca und Tuscarora bezeichnet, die sich zu einem erfolgreichen militärischen Bündnis zusammengeschlossen hatten. Dieses Bündnis, die Irokesenliga (auch Five Nations, später Six Nations genannt), unterwarf seit dem späten 16. Jahrhundert weite Teile des östlichen Waldlandes und beeinflusste zeitweilig die europäisch-amerikanische Politik. Die Liga hatte staatsähnlichen Charakter und eine eigene Verfassung, die Laws of Peace. Es gab weitere irokesischsprachige Stämme, die aber nicht der Liga angehörten und somit nicht zu den Irokesen im engeren Sinne gezählt wurden.
Die Irokesen waren sesshafte Bodenbauern mit intensivem Anbau von Mais, Kürbissen, Bohnen, Sonnenblumen, Tabak und Hanf. Jagd und Fischfang rundeten den Speiseplan ab. Seit der Kolonialzeit betrieben sie auch Viehhaltung und Obstbau. Ihre Siedlungen waren zum Schutz vor Angriffen mit robusten Palisaden umgeben. Sie wohnten in lang gezogenen, rechteckigen Häusern mit abgerundeten Dächern, die mit großen Rindenstücken gedeckt waren. Diese Langhäuser boten bis zu 200 Personen Platz. Sie wurden von mehreren Familien eines Clans bewohnt, die sich auf die Abstammung von einer gemeinsamen Ahnfrau beriefen. Die verwandtschaftliche Zugehörigkeit wurde in der weiblichen Linie gezählt. Männer zogen nach der Heirat in das Langhaus ihrer Frau, hatten aber weiterhin stärkere soziale Bindungen an das Langhaus der Mutter. Die Gesellschaftsordnung der Irokesen wird daher als matrilinear und matrilokal – nicht als Matriarchat – bezeichnet. Trotz der relativ starken Position der Frauen hatten meist Männer die nach außen gerichteten politischen Führungspositionen inne. Häuptlinge und Sachems (Friedenshäuptlinge) lenkten die Geschicke der Gemeinschaft. Entscheidungen wurden von ihnen in Ratsversammlungen auf der Ebene des Langhauses, des Dorfes und der Liga getroffen. Diese Ratsversammlungen praktizierten eine besondere Form der Demokratie: Es wurde so lange verhandelt, bis ein einstimmiges Ergebnis erzielt war. Während der Versammlungen der Liga symbolisierten Wampum-Stränge aus aufgefädelten Muschelröhrchen die einzelnen Stämme. Auf speziellen Wampum-Gürteln wurde das Bündnis zwischen den Stämmen der Irokesen festgehalten. Wampum-Gürtel zeigten aber auch den sozialen Status ihrer Träger an.
Die soziale und politische Struktur der Irokesen fand früh das Interesse europäischer Gelehrter und ging in die Wissenschaftsgeschichte ein, nachdem die Untersuchungen des Ethnologen Lewis Henry Morgan in die Theorien von Friedrich Engels und Karl Marx eingeflossen waren.
Die Medizinmänner der Irokesen waren in Geheimbünden organisiert und hauptsächlich für die Heilung von Krankheiten zuständig. Die Macht dazu erhielten sie von Schutzgeistern, zu denen sie im Traum oder in Trance Kontakt aufnahmen. Auch das Wissen über die Wirkung von Heilpflanzen gehörte zu ihrem Repertoire. Die Religion der Irokesen war von einem Pantheon übermenschlicher Wesen geprägt. Zahlreiche Feste im jahreszeitlichen Zyklus waren ihnen gewidmet. Tänzer mit Maisstrohmasken verkörperten mythische Wesen, die Landwirtschaft und Jagd zu den Menschen gebracht hatten. Bedeutend war der Bund der Falschgesichter, dessen Angehörige mit hölzernen Masken durch das Dorf zogen. Sie standen für die Geister des Waldes und konnten Heilungen durchführen. Um 1800 gründete der Seneca-Prophet, Handsome Lake, eine neue Religion, die alte Glaubensvorstellungen mit christlicher Morallehre verband.
Schon in der frühen Kolonialzeit wurden die Irokesen auf Grund der geographischen Lage zwischen englischen Kolonisten und dem französischen Kanada in die Streitigkeiten der Kolonialmächte verstrickt. Sie beeinflussten die Geschichte der Region entscheidend mit. Mit Ausnahme der Mohawk und Cayuga, die unter den Einfluss französischer Jesuitenmissionare gerieten, waren die Stämme der Irokesenliga lange Zeit mit den Engländern verbündet. Sie widersetzten sich erbittert französischer Expansion südlich der kanadischen Grenze und verhinderten, dass westlich der englischen Kolonien französische entstanden.
Zu Beginn des Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieges entschied sich der Rat des Irokesenbundes für Neutralität, stellte den sechs beteiligten Stämmen aber frei, sich bei Bedarf für die eine oder andere Seite zu engagieren. Die meisten unterstützten die Briten. Sie unterlagen 1784, als die USA ihre Unabhängigkeit gewannen. Ein Teil der Mohawk und Cayuga zogen daraufhin nach Kanada, wo sie heute auf der Six Nations Reserve am Grand River in Ontario leben. Eine andere Gruppe der Mohawk lebt in St. Regis (New York, an der Grenze zu Ontario und Quebec). Die Seneca, Onondaga, Tuscarora und ein Teil der Oneida und Cayuga zogen zunächst auch auf Reservationen im Bundesstaat New York, die später zum Teil aufgelöst wurden. Ein Teil der Oneida wanderte nach Wisconsin, Teile der Seneca und Cayuga ins ehemalige Indianerterritorium nach Oklahoma aus.
Heute leben etwa 10 000 Irokesen im Bundesstaat New York, teils auf den erwähnten Reservaten, teils in Siedlungen ohne Reservatsstatus, etwa 5 000 in Wisconsin und Oklahoma und circa 20 000 in Kanada. Sie betreiben überwiegend Landwirtschaft oder sind im Hochbau tätig. In jüngster Zeit wurden Spielkasinos auf einigen Reservaten errichtet, die einer kleinen Zahl von Irokesen ein relativ gutes Einkommen sichern. Wegen der negativen Begleiterscheinungen sind diese Kasinos innerhalb der indianischen Gemeinschaften sehr umstritten und sorgen immer wieder für Konflikte.

(Quellen: Microsoft Encarta 2004/www.aoethree.ch.vu)