Samstag, Februar 05, 2005

aoe3.heavengames.com online!

aoe3.heavengames (Eng) ist online gekommen während meiner Abwesenheit: Klick hier (Eng)
Das Forum von aoe3.heavengames : Klick hier

Kampfnebel in AoE3? So lautet ein Thread im AoE3 Heaven Forum (Eng): Klick hier (Eng)

Ein interessanter Artikel zur Geschichte Amerikas (erster Teil mehrheitlich zu Mexiko bis 5.3 Französische und englische Kolonisation):


Zeitalter der Entdeckungen
Entdeckungsreisen nach Nordamerika. Im Zeitalter der Entdeckungen zählte Nordamerika zu den Zielen europäischer Seefahrer. Anschließende Erkundungen Nordamerikas durch die Europäer begannen 1492 mit der von Christoph Kolumbus unternommenen ersten Reise, bei der er am 12. Oktober San Salvador auf den Bahamas (siehe Samana Cay) erreichte. Auf Hispaniola gründete er etwas später auch die erste spanische Siedlung in Amerika.
1497 landete der italienische Seefahrer Giovanni Caboto auf der Kap-Breton-Insel östlich von Nova Scotia; 1498 segelte er ferner entlang der Küsten von Labrador, Neufundland und Neuengland und kam möglicherweise sogar bis zur Delawarebai. Der portugiesische Seefahrer Gaspar Corte-Real unternahm 1500 eine Reise zur nordamerikanischen Küste zwischen Labrador und dem Südosten von Neufundland. 1513 landete der spanische Gouverneur von Puerto Rico, Juan Ponce de León, in Florida. Vier Jahre später erkundete der spanische Soldat Francisco Fernández de Córdoba die Halbinsel Yucatán, und 1518 untersuchte ein Neffe des spanischen Soldaten Diego Velázquez de Cuellar, Juan de Grijalva, die Ostküste Mexikos. Im folgenden Jahr marschierte der spanische Konquistador Hernán Cortés in Mexiko ein und unterwarf es in den folgenden beiden Jahren.
5.2 Spanische Eroberungen
Die spanischen Eroberungen im südlichen Teil des nordamerikanischen Kontinents wurden durch Streitigkeiten erleichtert, die zu jener Zeit zwischen und innerhalb der Indianervölker dieser Region herrschten. Innere Unruhen und Unzufriedenheit des Volkes waren insbesondere bei den Azteken gegeben. Deren reiches Herrschaftsgebiet wurde 1521 von Cortés erobert. Die Kultur dieses Volkes, damals zahlenmäßig und politisch das mächtigste in ganz Nordamerika, war in vielerlei Hinsicht der der Eindringlinge überlegen. Die Azteken waren jedoch mit vielen Stämmen verfeindet, die unter ihrer Herrschaft standen, so dass einige dieser Stämme zu bereitwilligen Verbündeten von Cortés wurden. Dieser Umstand und ihre überlegenen Waffen sicherten den Spaniern den Sieg. Das zweite Indianervolk mit vergleichbarer politischer Bedeutung waren die Maya, die vorwiegend in Südmexiko auf der Halbinsel Yucatán lebten. Unter ihnen herrschte jedoch zu wenig Einigkeit und gemeinsame Organisation, weshalb auch ihr Widerstand gegen die Spanier wenig wirkungsvoll blieb. Dennoch konnten in Mexiko und im angrenzenden Mittelamerika zumindest zahlreiche Nachfahren verschiedener Indianergruppen überleben und stellen heute als Mischlinge die Mehrheit der dortigen Bevölkerung – im Gegensatz zu den USA und Kanada, wo Indianer größtenteils auf Reservate beschränkt sind und auch als Mischbevölkerung zahlenmäßig praktisch keine Rolle spielen.
Die Halbinsel Baja California wurde 1536 von Cortés für Europa entdeckt. Weitere spanische Führer von Erkundungsexpeditionen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts waren Pánfilo de Narváez und Álvar Núñez Cabeza de Vaca, die zwischen 1528 und 1536 Teile Floridas, die Nord- und Ostküste des Golf von Mexiko und Teile Nordmexikos erforschten; außerdem Hernando de Soto, der 1541 den Mississippi erreichte und überquerte, sowie Francisco Vásquez de Coronado, der von 1540 bis 1542 große Gebiete im Südwesten der heutigen USA erkundete. Die Stadt Saint Augustine in Florida, die 1565 von dem spanischen Entdecker Pedro Menéndez de Avilés gegründet wurde, ist die älteste, noch heute bestehende europäische Siedlung auf dem Gebiet der heutigen Vereinigten Staaten.
Bis zum Jahr 1600 hatten die Spanier die Indianerstämme der Großen Antillen, der Halbinsel Florida und des südlichen Mexiko unterworfen. Aus verwaltungstechnischen Gründen wurden die von den Spaniern gegründeten Kolonien dieser Gebiete als Vizekönigreich Neuspanien zusammengefasst. Nachdem sie ihre Herrschaft über Neuspanien ausgebaut hatten, drangen die Spanier allmählich nach Norden vor, vervollständigten die Eroberung Mexikos und nahmen große Gebiete des Südens der heutigen USA ein. Die Kolonialpolitik der Spanier in Nordamerika entsprach in jeder Hinsicht ihrer Kolonialpolitik in Südamerika – sie bestand im Wesentlichen in rücksichtsloser, wirtschaftlicher Ausbeutung der Rohstoffe des Landes, vor allem von Gold und Silber, sowie der Unterdrückung der Indianervölker. Von dieser generellen Tendenz gab es nur wenige Ausnahmen, wie etwa den Dominikanermönch Bartolomé de Las Casas, der sich für die Belange und Interessen der Indianer einsetzte. Die spanische Regierung legte den Kolonien Konfiszierungssteuern auf und hatte ein striktes Handelsmonopol inne; sie verbat sogar Handelsbeziehungen innerhalb der amerikanischen Kolonien. Diese unterdrückende Wirtschaftspolitik und die gleichzeitige politische Tyrannei schufen eine Unzufriedenheit, die schließlich in offene Rebellion überging.
5.3 Französische und englische Kolonisation
Während Spanien seine Position im Süden Nordamerikas sicherte, erforschten und besiedelten Frankreich und England den Kontinent von Kanada aus nach Süden zu. England und Spanien waren zu Anfang des 16. Jahrhunderts in der internationalen Politik meist Verbündete. Als Folge davon unternahmen die Engländer keinerlei Versuche, den Spaniern in Nordamerika Konkurrenz zu bereiten. Frankreich, zur damaligen Zeit der größte Konkurrent Spaniens um die Vorherrschaft auf dem europäischen Kontinent, nahm den Wettlauf um koloniale Herrschaftsgebiete etwas verspätet auf; dennoch waren seine Gebietserrungenschaften in der Neuen Welt bedeutend. 1524 erkundete der florentinische Seefahrer Giovanni da Verrazano im Dienst Frankreichs die nordamerikanische Küste von Kap Fear (bei Wilmington, North Carolina) nach Norden bis zum Kap Breton (Nordostspitze der Kap-Breton-Insel in Nova Scotia, Kanada). Der französische Entdecker Jacques Cartier unternahm zwischen 1534 und 1542 drei Reisen in das Gebiet des Sankt-Lorenz-Golfes, sowie zum Sankt-Lorenz-Strom selbst und kam bis zu einer Indianersiedlung an der Stelle der heutigen Stadt Montreal. Fußend auf diese Entdeckungen beanspruchte Frankreich den größten Teil des nördlichen Nordamerika für sich. Überwiegend aufgrund der Hugenottenkriege waren die Franzosen gezwungen, ihre Kolonialisierungstätigkeit für mehr als ein halbes Jahrhundert zurückzustellen. 1599 gründeten sie einige Pelzhandelsstationen entlang des Sankt-Lorenz-Stromes. In der Folgezeit kamen zahlreiche französische Jesuitenpfarrer in dieses Gebiet und versuchten, die Indianer zum katholischen Glauben zu bekehren. Verschiedene andere französische Entdecker erkundeten neue, weit abgelegene Teile des Kontinents und beanspruchten diese ebenfalls für Frankreich. Zu ihnen gehörten u. a. Samuel de Champlain, der 1608 die Stadt Quebec gründete und das Gebiet nördlich von New York erforschte; außerdem der jesuitische Missionar Jacques Marquette und der Entdecker Louis Jolliet, die 1673 zusammen den Oberlauf des Mississippi nach Süden zu bis zum heutigen Arkansas befuhren. Einer der bemerkenswertesten Erkunder des nordamerikanischen Kontinents, Robert Cavelier, Sieur de La Salle, und sein Gefährte, der italienische Entdecker Henri de Tonty, befuhren 1682 den Mississippi von seinem Zusammenfluss mit dem Ohio bis hinab zum Golf von Mexiko; sie beanspruchten daraufhin das gesamte Einzugsgebiet des Flusses für Ludwig XIV., König von Frankreich, und nannten es Louisiana.
Nach den Entdeckungen während der Seereise von Giovanni Caboto, die von 1497 bis 1498 dauerte, erhob die englische Krone Anspruch auf den nordamerikanischen Kontinent; England unternahm jedoch nahezu ein Jahrhundert lang keine Anstrengungen zu dessen Kolonisierung. Die erste Kolonie wurde 1583 durch den englischen Seefahrer und Soldaten Sir Humphrey Gilbert in der Nähe der heutigen Stadt Saint John’s auf der Insel Neufundland gegründet; die Siedler kehrten jedoch noch im gleichen Jahr nach England zurück. In den Jahren 1585 und 1587 versuchte Sir Walter Raleigh zweimal, eine Kolonie auf der Insel Roanoke im heutigen North Carolina zu gründen; als jedoch englische Entdecker 1590 Roanoke besuchten, fanden sie keine Spur der Siedler mehr, deren Schicksal auch heute noch nicht aufgeklärt ist.
Die erste dauerhafte britische Kolonie auf dem Kontinent war Jamestown, das 1607 in Virginia gegründet wurde. 1620 wurden an der Küste der Kap-Cod-Bai die Kolonie Plymouth und zwischen 1628 und 1630 an der Küste der Massachusettsbai die Kolonie Massachusettsbai gegründet. Nach 1630 besiedelten die Engländer systematisch die gesamte Atlantikküste zwischen dem französischen Akadien und dem spanischen Florida. 1664 annektierten sie die holländische Kolonie Neuniederlande, die 1624 gegründet worden war, und benannten sie in New York um; ferner eigneten sie sich die Siedlungen am Delaware an, die die Holländer 1655 von schwedischen Siedlern übernommen hatten. Die Bevölkerung und der Wohlstand der englischen Kolonien nahmen sehr schnell zu.
Zu Beginn des letzten Jahrzehnts des 17. Jahrhunderts war der größte Teil des nordamerikanischen Kontinents – von Kanada bis zum Golf von Mexiko – Teil der Kolonialreiche Frankreichs und Englands. Die französischen Siedlungen lagen weit verstreut. Die Hauptsiedlungen befanden sich in Kanada und in der Nähe der Mississippi-Mündung und wurden durch eine Reihe von Handels- und Militärstationen entlang des Ohio und des Mississippi miteinander verbunden. Der englische Kolonialbesitz bestand aus zwölf Kolonien, die sich entlang der Atlantikküste erstreckten. Eine dreizehnte, Georgia, wurde 1733 gegründet.
5.4 Kolonialkriege und Revolution
Als Folge der Bemühungen, ihre Siedlungsgebiete nach Westen über das Alleghenygebirge hinaus auszudehnen, gerieten die Engländer mit den Franzosen im Tal des Ohio in Konflikt. 1689 begannen die beiden Mächte einen Kampf um die weltweite Militär- und Kolonialvorherrschaft. In Nordamerika wurde der Konflikt in vier aufeinander folgenden Auseinandersetzungen ausgetragen: der King William’s War, der von 1689 bis 1697 dauerte; der Queen Anne’s War von 1702 bis 1713; der King George’s War von 1744 bis 1748, und der Britisch-Französische Kolonialkrieg von 1754 bis 1763. Die Rückschläge, die die Franzosen in diesem letzten Krieg erlitten, der sich von 1756 bis 1763 als Siebenjähriger Krieg auch nach Europa ausdehnte, zwangen sie schließlich zur Kapitulation. Im Frieden von Paris (1763) wurde Frankreich gezwungen, seinen gesamten Kolonialbesitz in Kanada und außerdem den östlich des Mississippi gelegenen Teil von Louisiana an Großbritannien abzutreten. Frankreich hatte bereits zuvor New Orleans und alle französischen Besitzungen westlich des Mississippi an seinen Verbündeten Spanien übergeben.
Das herausragende Ereignis auf dem Kontinent in den zwei Jahrzehnten zwischen 1763 und 1783 war der wirtschaftliche, politische und militärische Konflikt zwischen Großbritannien und seinen 13 Kolonien an der Atlantikküste südlich von Kanada. Dieser Konflikt gipfelte im Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1776-1783) und endete mit der Befreiung der Kolonien von der englischen Herrschaft und der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Dies hatte wiederum Auswirkungen auch auf die spanischen Kolonien in Amerika. Angeregt durch den Sieg und durch die Französische Revolution nutzten die spanischen Kolonien die Verstrickung Spaniens in die Napoleonischen Kriege (1799-1815) aus und begannen 1810 mit dem Kampf um ihre Unabhängigkeit. Napoleon I. erwarb 1800 den spanischen Teil Louisianas zurück und verkaufte ihn 1803 für 15 Millionen US-Dollar an die Vereinigten Staaten von Amerika (Louisiana Purchase), die damit ihr Gebiet mehr als verdoppelten. Mexiko erhob sich in diesem Jahr gegen Spanien, wurde jedoch erst 1821 unabhängig. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Unabhängigkeitsbestrebungen Kanadas erfolgreich, und 1931 erlangte schließlich auch Kanada die vollständige Autonomie von Großbritannien. (Quelle: Encarta/www.aoethree.ch.vu)