Montag, Januar 10, 2005

Übersetzung des PC Gamer Artikels

Age of Empires III
Ensemble erreicht das Age of Discovery – dorthin gehend wohin noch kein RTS Spiel gegangen ist.

Die Aufzugstüren öffnen sich und ich trete heraus in einen dunklen futuristischen Gang. Ein hörbares Brummen füllt die Luft, als wenn das Büro von Ensemble mit Rakten durch den fernen Weltraum getrieben würde. (anstatt in einem verschlafenen Bezirk von Dallas, Texas zu sein). Ein Hintergrund von Sternen und Grafiken nicht von dieser Welt begrüßen die Besucher von einem glatten, schwarzen Monitor der in die Wand eingelassen ist. Ich erwarte das jeder Zeit Scotty aus dem Maschinenraum auftaucht und mir ein Romulanisches Ale anbietet.

Was in Namen von Spock hat Star Trek mit einem RTS Spiel zu tun welches einen geschichtlichen Hintergrund hat wie Age of Empires III?

Nichts… und alles, das ist es was ich bald von Ensemble Präsident und CEO Tony Goodman lerne. Er ist ein Typ den man schnell mag, welcher weit mehr als seine Pflicht getan hat um die Büros von Ensemble so unterhaltsam gemacht hat, dass es für die Angestellten jeden morgen so ist als würden sie einem Freizeitpark besichtigen. Inspiriert von der „Star Trek experience“ in Las Vegas, Goodman hat die Architekten erst zu dieser Touristen Attraktion geflogen bevor sie vor 4 Jahren mit dem Bau des neuen Büros begannen. Ihre Mission: Das schicke Sci-Fi Ambiente verwegen neu zu kreieren (mit einem weit mehr bescheidenen Budget).

Warum? Weil Goodman Star Trek wirklich mag – sehr. Aber hauptsächlich weil er weiß, dass der Weg eine Gruppe von erfahrenen Spiele Entwicklern bei Laune zu halten – und wie man neue berühmte Rekruten an sich bindet – ist, dass sie bei der Arbeit Spaß haben. Und wenn das heißt, dass 80 Angestellte Küchen brauchen die genau so aussehen wie Quarks Bar, dann soll es so sein. So eindrucksvoll dieser Ort auch ist, vor allem für Besucher die das erste mal hier sind, der Hintergrund im Ensembles Federations Still ist einen parallele zu ihrer Firmen Philosophie der Art der Spiele die sie erstellen. Mit 16 Millionen weltweit verkauften Kopien der Age of Empires Serie, Ensemble hat alleine einen frischen neuen Stil in das Genre RTS gebracht, welches einmal von der Command and Conquer Serie dominiert wurde. Jetzt, nach einem kleinem Umweg in das Reich der Fantasy mit Age of Mythology aus dem Jahr 2002, ist Ensemble, genau wie Cpt. Kirk und seine crew, auf der suche nach neuem Leben – in den müde gewordenem Universum der Strategie Spiele – mit einem Spiel welches sich von seinem Kern her allein um Entdeckung dreht.

Und dies bringt uns zu Age of Empires III…

Die Wunderbaren Jahre
Weitermachend dort wo Age of Empires II aufgehört hat, das dritte Kapitel der Serie beginnt im Jahr 1500 A.D. und beschreibt das Age of Discovery welches um die Zeit begann als Columbus die neue Welt entdeckt hat. (Jaja wir wissen es – mehrere Stämme lebten dort bereits seit einer langen Zeit – Schreibt dies einem Historiker nicht uns.) Die Einzelspieler Kampagne hangelt sich an der Amerikanischen Geschichte entlang bis kurz vor den Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 1850.

Im Mulitplayer Modus kann zwischen den 8 verschiedenen Europäischen Zivilisationen gewählt werden. Nur drei – Die Franzosen, Spanier und Britten – sind bis jetzt offiziell bestätigt von Ensemble. Aber es heitßt, dass die Holländer und die Schweizer zwei weitere sein werden. Das Spiel beginnt damit, dass du am Strand von Amerika mit einem Schiff landest wo du die neue Welt entdecken, Handels Routen aufbauen, Armen aufbauen um feindliche Europäische Zivilisationen zu bekämpfen und vor allem Ehre für dein Heimatland sammelst. (Anm. d. Ü. Glory -> evtl. einen Ressource wie Favor?)

Vom internen Entwicklerteam mit dem Codenamen „Rocket“ versehenen Age of Empires III wäre beinahe ein Age spiel geworden ohne „Ages“. Mit Inspirationen von deutschen Brett Spielen, schufen die Entwickler ein Strategie Spiel bei dem man Sieges Punkte erreicht um Szenarien zu gewinnen, allerdings ohne eine technologische Weiterentwicklung in neue „Ages“, welches eines der Markenzeichen der Serie ist. Eine andere Version hatte „auto-ages“, in welcher alle Spieler automatisch ein Age voranschritten zur gleichen Zeit. Und ausgeborgt von MMORPG, eine Inkarnation hatte einen bleibenden Charakter welcher Erfahrung aufbaute von einem Spiel zum nächsten.

Chef Designer Greg Street bestätigte, dass Ensembles erster Schlag ist ein „fun game“ aber es fühlte sich nicht wirklich an wie ein Age of Empires Spiel. Eineinhalb Jahre nach Entwicklungsbeginn, nicht übereinstimmende Elemente und Features wurden über Bord geworfen. Das Team kam erneut zusammen und beschloss sich mehr auf das traditionelle Spielprinzip zu konzentrieren – allerdings trotzdem mit den neuen ersten Ideen zu experimentieren.

„Innovationen haben unser Design voran gebracht“ sagt Ensembles Senior Designer Bruce Shelley, welcher in seinen 20 Jahren Erfahrung als Spielentwickler auf so erfolgreiche Partnerschaften wie die mit Sid Meier in den frühen Neunzigern zurück blicken kann. In welcher er der co-Designer von Railroad Tycoon oder Sid Meiers Civilization war. Der Druck welcher auf Ensemble lastet ist der, dass Ensemble nicht nur den Erfolg der bisherigen Age Games weiter führen muss sondern auch Mitbewerber wie Rome: Total War oder Rise of Nations überflügeln muss.

„Es gibt kein RTS Spiel welches nicht bei Ensemble gespielt wird“, sagt Street, welcher freimütig zugibt, dass kleine Teile ausgeliehen werden bei den Mitbewerbern wenn es darum geht neue Ideen zu generieren. Ein weiterer Vorteil ist, das Ensemble am Ball bleibt was den Fortschritt des Genres angeht. Wie z.B. Innovationen im User Interface, der Schritt hin zu einer Handlung in einer epischen Bereich, und natürlich volle 3D Grafik.

Am start der Entwicklung von Age III, wurden zwei Bereiche besonders für Innovationen hervorgehoben. Der erste war die Grafik Engine. Diese sollte, so entschied die Gruppe, die beste überhaupt sein. Das „Rocket“ Team hat ein nicht ganz einfaches Ziel formuliert: Age of Empires III würde die beste Grafik von allen Spielen überhaupt bekommen.

Um dieses hochgesteckte Zeil zu erreichen baute Ensemble eine komplett neue Grafik Engine. Features der neuen Grafik Engine waren z.B. Dynamic Shadows und lightning; unterstützung von Pixel Shader 3.0; bloom effect welche dafür sorgen, dass erleuchtete Objekte auf dem Bildschirm glühen; tone mapping um nahezu Photorealistische Grafiken zu erzeugen. Ein Programmierer war für nichts anderes als die Wasser Effekte zuständig, einfach nur um sicher zu gehen, dass die Ozeane im Spiel einfach am besten aussehen.

Ensemble hat auch die Havok Physik Engine für Age of Empires III lizenziert. Dies bedeutet, dass wenn du eine Kanone in einen Haufen Rotröcke feuerst, das entstehende Chaos wird den ganzen Elan einer Explosion in Half-Life 2 haben; Körper werden mit Ragdoll Physik durch die Luft fliegen; kleine Hüte fliegen von den Köpfen der verletzten; und die Kanonenkugel wird evtl. noch weiterrollen nach dem Einschlag und noch ein paar Bäume oder andere umherstehende Personen umrollen. Genauso werden Gebäude, wenn auf sie gefeuert wird, dynamisch in sich zusammenstürzen mit Teilen des Dachstuhls welche in die Luft fliegen bis es schließlich komplett in sich zusammenfällt.

Home, sweet Home
Die zweite große Innovation von Ensemble ist auch zugleich die größte und wichtigste. Es ist das Konzept einer Heimatstadt in Europa welche dich bei den Eroberungen der neuen Welt unterstützt.

Die Idee ist eine Anlehnung an eine der ersten Ideen mit dem permanenten Charakter. In Multiplayer Spielen ist die Home City so was wie ein Charakter in RPG Spielen welcher ein Level hoch geht wenn man genug Erfahrung gesammelt hat um damit zugriff auf verschiedenen Erweiterungen zu haben. Das Level und das Upgrade werden von einem Spiel zum nächsten erhalten. (Anm. d. Ü. Interessante Idee) Aber es ist nicht wo wie in einem RPG Spiel das das Level der HomeCity entscheidend ist um ein Spiel zu gewinnen. Entscheidend wird hier immer noch der Skill sein. Will heißen das ein Level 50 Spieler nicht automatisch einen Level 45 Spieler schlagen muss. Allerdings würde ich keine Wetten auf einen Level 5 Spieler annehmen wenn ich du wäre.

Dein Gegenspieler und du werden jederzeit die Möglichkeit haben die HomeCity zu sehen. Am Anfang wird sie relativ klein und leer erscheinen. Aber mit der Zeit wenn du mehr Ehre (und XP) in der neuen Welt durch Jagen, kämpfen, Bündnissen mit Eingeborenen Stämmen bekommst wird sie wachen und stärker werden. Wenn die Städe wächst, wächst auch die Gesellschaft – inklusive Verkehr auf den Straßen in Form von Bürgern, die Möglichkeit spezielle Gebäude zu errichten, und die Geräusche einer Stadt (wie z.b. das clip-clop der Pferde, oder das Knarren einer Windmühle). Du wunderst dich wie es deinen Einwohnern geht? Klicke einen an, er wird es dir sagen.

Der Vorteil einer Heimatstadt ist eine ökonomische Unterstützung in form von regelmäßigen Rohstofflieferungen per Schiff direkt in deine Kolonie. Zusätzlich liefert jedes neue Level Zugang zu neuen Technologien eines Technologiebaums. Einige Erweiterungen wie z.B. einen Mime die zur Unterhaltung deiner Fußgänger gedacht ist, sind reine Kosmetik. Aber fast die Hälfte der Updates beeinflussen das Spiel, wie z.B. neue Einheiten-Typen wie Grenadiere und Kundschafter oder auch die Fähigkeit Verstärkung aus deinem Heimatland zu bekommen.

Und wenn sie frei geschaltet werden, wirst du auch die Möglichkeit haben so spezielle Bauwerke zu Bauen wofür deine Heimatstadt berühmt geworden ist. Da wäre z.B. die Pariser Notre Dame Kathedrale. Die Gebäude in der Heimatstadt können auch personalisiert werden. – Man kann die Farbe des Daches und die Dekorationen (wie z.B. Wasserspeier) welche das Gebäude schmücken selbst auswählen. Das Design Team glaubt, dass diese RPG Elemente beim Aufbau der Heimatstadt dazu beitragen die Motivation zu erhalten so, dass du auch dann noch online spielst wenn du es bei anderen Spielen nicht mehr machen würdest.

Noch hat Ensemble nicht festgelegt welches das Maximum Level der Heimatstadt ist aber rechne damit das es mindestens 100 sein wird. Ein eingebautes System wird dabei helfen Spieler mit einem ähnlichen Erfahrungslevel zu finden, du wird aber die Möglichkeit haben eine unbegrenzte Zahl von Heimatstädten zu haben für den Fall, dass du gegen einen Kumpel spielen möchtest der das Spiel gerade erst angefangen hat. (Anm. d. Ü. Smurf Alarm!)

„Der Traum in der Kreativen Industrie ist es eine Idee zu haben von welcher die Leute keine Ahnung haben das sie sie möchten bis zu dem Moment wo sie sie sehen.“, sagt Bruce Shelly. Wenn die RTS Gemeinde das HomeCity Konzept annimmt nach dem Motto „Wo war dieses Feature mein ganzes leben!“ dann können die Entwickler bei Ensemble tief durchatmen. Bis jetzt sieht es gut aus. Laut Ensemble hat Microsoft Age of Empires III zur genauen Prüfung an verschiedenen Gruppen in Chicago, Dallas und in ganz Europa zum Testen gegeben. Die Rückmeldungen waren Positiv.

Grossen Dank an DoC_Santonian, der dies alles übersetzt hat.
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